Navigation
Malteser in Nordrhein-Westfalen

Münsters Vize-Regierungspräsidentin lobt Hilfsorganisationen in NRW/ Bilanz der Flüchtlingshilfe

11.03.2016

Seit dem 21. Februar 2015 unterstützen die vier Hilfsorganisationen (ASB, DRK, Johanniter und Malteser) die Stadt Münster und das Land NRW bei der Erstaufnahme von Flüchtlingen. Was relativ klein und mit Kräften des Katastrophenschutzes mit der Einrichtung einer Notunterkunft in der ehemaligen Wartburg-Hauptschule begann, hat sich in den vergangenen 12 Monaten zur größten Herausforderung für die Hilfsorganisationen entwickelt. Vor der Presse zogen die Geschäftsführer der Hilfsorganisationen heute in der Notunterkunft "Wartburg-Schule " eine Bilanz. Zur Pressekonferenz konnte das Bündnis der Hilfsorganisationen auch Vize-Regierungspräsidentin Dorothee Feller und Münsters Sozialamtsleiterin Dagmar Arnkens-Homann begrüßen. Mittlerweile werden drei Landes-Notunterkünfte in der Stadt betreut und bis zu 1.800 Betreuungsplätze vorgehalten. „Aktuell ist die Situation verhältnismäßig ruhig und stabil in den Unterkünften, aber für eine gesicherte Prognose ist es noch zu früh“, so ASB-Geschäftsführer Dirk Winter. Die vier Hilfsorganisationen ASB, DRK, Johanniter und Malteser stehen der Stadt Münster und den Menschen in den Notunterkünften partnerschaftlich und unterstützend zur Seite. Sie betreuen im Auftrag des Landes die Menschen, sorgen für Essen, Sicherheit und für die gesundheitliche Ver- sorgung. „Wir tun alles, um den Flüchtlingen den Aufenthalt unter zum Teil sehr beengten Verhältnissen mit wenig Privatsphäre möglichst angenehm zu gestalten“, so DRK-Kreisgeschäftsführerin Gudrun Sturm. Ursprünglich sollte die ehemalige Wartburg-Schule nur für einen kurzen Zeitraum bestehen, nun wird sie aber noch länger notwendig sein und wurde sogar noch erweitert. Zum einen durch einen Aufstockung der Plätze in der Wartburgschule selbst, zum anderen durch die Inbetriebnahme der York-Kaserne und der Oxford-Kaserne mit einer maximalen Belegung von bis zu 1.800 Menschen. Für diese Aufgaben haben die Hilfsorganisationen im vergangenen Jahr bis heute hauptamtliches Personal eingestellt, dass sich rund um die Uhr in allen Belangen um die geflüchteten Menschen kümmert. Dazu gehören nicht nur Betreuer, Sanitäter und Hausmeister, sondern auch Erzieher, Sozialarbeiter und natürlich Einrichtungsleiter. Insgesamt 142 neue hauptamtliche Kräfte und 220 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer engagieren sich mittlerweile in der Flüchtlingshilfe. Dorothee Feller lobte die Hilfsorganisationen ausdrücklich, die dem Land NRW im vergangenen Jahr bis heute im Rahmen der Flüchtlingskrise zuverlässige Partner waren und sind. "Die Hilfsorganisationen haben gelernt, mit großen Herausforderungen umzugehen. Auch im vergangenen Frühjahr und Sommer haben sie neben professioneller Arbeit auch Ruhe ausgestrahlt". „Wir danken auch den vielen Münsteranern, die sich zusätzlich freiwillig für die Geflüchteten engagieren oder Kleidung und Spielzeug gespendet haben“, erklärt Johanniter Regionalvorstand Udo Schröder-Hörster. Diese bürgerschaftliche Unterstützung ergänzt die reguläre Betreuung um einige zusätzliche Angebote. Dazu zählen Sportangebote, Stadtführungen, die Kleiderausgabe, besondere Angebote für Kinder und niedrigschwellige Deutschkurse. Besonders stolz sind die vier Hilfsorganisationen darauf, so Malteser-Geschäftsführer Kai Flottmann, dass durch die enorme zeitliche Mehrbelastung, die die Flüchtlingshilfe mit sich brachte, kein anderer Dienst der Hilfs- organisationen für die Menschen in Münster abgesagt werden mußte. „Alle Sanitätsdienste und Kursangebote konnten durchgeführt werden“. Allerdings war das ein enormer Kraftakt. www.gemeinsam-fuer-muenster.de

Weitere Informationen