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Malteser in Nordrhein-Westfalen

Sozial- und Leistungsbilanz der Malteser im Bistum Münster

27.06.2016

Münster. Anlässlich ihres Patronatsfestes am 24. Juni (Johannestag) legen die Malteser im Bistum Münster traditionell ihre Sozial- und Leistungsbilanz für das vergangene Jahr in Haupt- und Ehrenamt vor. Malteser Diözesangeschäftsführer Stephan von Salm-Hoogstraeten legte die Zahlen der katholischen Hilfsorganisation vor und blickte zufrieden auf das vergangene Jahr zurück. "Die Malteser und ihre Partnerhilfsorganisationen haben auch im vergangenen Jahr und in den ersten sechs Monaten 2016 gezeigt, dass sie verlässliche Partner der Kreise und der Kommunen im Bevölkerungsschutz sind", unterstrich von Salm-Hoogstraeten und nannte als Beispiele die Einsätze der Ehrenamtlichen bei der anhaltenden Unwetterlage, in der Flüchtlingshilfe und schließlich den Großeinsatz beim Deutschen Katholikentag in Leipzig und den Sanitätsdienst im Heiligen Jahr in Rom. "Es geht bei unseren Diensten und Leistungen primär um die Sicherheit und das Wohlbefinden der Menschen in diesem Land", unterstrich er. In der Flüchtlingshilfe im Bistum Münster entwickeln die Malteser mit so genannten „Integrationslotsen“ einen neuen Dienst für die umfassende Begleitung von Asylbewerbern, anerkannten Flüchtlingen und Zuwanderern in den Kommunen. Von Salm-Hoogstraeten: „Integrationslotsen schaffen soziale Kontakte zwischen Flüchtlingen und Deutschen, bieten Gelegenheit, deutsch zu lernen und deutsch zu sprechen, bringen den Flüchtlingen die deutsche Kultur näher und geben Hilfen in alltagspraktischen Fragen.“ Knapp 47.000 Mitglieder zählen die Malteser im Bistum Münster. Darunter 3.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer an 32 Standorten sowie 477 Kinder, Jugendliche und Gruppenleiter in 39 Gruppen der Malteser Jugend. Die Malteser Jugend im Bistum Münster habe sich besonders gefreut, im letzten Juli das Bundesjugendlager der Malteser in Glandorf auszurichten, so Stephan von Salm-Hoogstraeten. 291 haupt- und nebenberufliche Beschäftigte sind für die Malteser im Bistum Münster tätig. „Damit sind wir neben einem interessanten ehrenamtlichen Verein auch ein attraktiver mittelständischer Arbeitgeber in dieser Region“, betonte der Diözesangeschäftsführer. Insgesamt sei die Situation im Bistum Münster stabil, der Aufwärtstrend der vergangenen Jahre habe sich aber verlangsamt, so von Salm-Hoogstraeten. Es werde immer schwieriger, neue Ehrenamtliche für die Dienste der Malteser zu gewinnen und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Das gelte auch für die Gewinnung von Fördermitgliedern und Spendern. Dagegen stünden mehr Einsätze und wachsende Aufgaben für das Ehrenamt. Ein Ziel sei es daher, in diesem Jahr die haupt- und ehrenamtlichen Malteser weiter zu motivieren, auszubilden und das sehr hohe Niveau in den Diensten zu halten, ergänzte von Salm-Hoogstraeten. Ganz wichtig sei es aber, immer wieder Werbung für das aktive Mitmachen im Malteser Hilfsdienst und seine Angebote zu machen sowie neue Spender und Fördermitglieder zu gewinnen. Im Rettungsdienst und Krankentransport zählten die Retter unter dem achtspitzigen Kreuz im vergangenen Jahr 10.624 Einsätze. Mit 367 ehrenamtlichen Sanitätsdiensten leisteten die Malteser in den Städten, Kreisen und Gemeinden einen ganz wesentlichen Beitrag zur Sicherheit der Menschen bei Veranstaltungen aller Art. Deutlich über 27.000 Kursteilnehmer nahmen die Angebote der Malteser rund um das Thema Erste Hilfe wahr, über 3.397 Menschen im Münsterland nutzen mittlerweile den Hausnotrufdienst der Malteser. Die eher stillen Dienste wie die Hospizgruppen, Demenzbegleitgruppen und die Besuchs- und Begleitungsdienste (BBD), aber auch die offene Seniorenarbeit wachsen dagegen nach wie vor kräftig. So kräftig, dass sie die Nachfrage kaum decken können. Die 666 Ehrenamtlichen in diesen Gruppen betreuten im vergangenen Jahr weit über 2.000 Personen, darunter 688 Sterbende und deren Angehörige. Neue Angebote in der Arbeit mit demenziell veränderten Menschen, BBD mit Hunden und Einkaufshilfen für Senioren legten deutlich zu. Im Oktober letzten Jahres haben die Malteser das Café Malta in Münster eröffnet. Mit diesem offenen Betreuungsangebot möchten die Malteser Seniorinnen und Senioren aus ihren eigenen vier Wänden holen und ihnen einen attraktiven Alltag bieten, um ihre Fähigkeiten zu stärken. „Besonders schön ist die Entwicklung im Nachwuchsbereich“, schloss von Salm-Hoogstraeten. Der Schulsanitätsdienst entwickle sich ebenfalls hervorragend und über 642 Kinder und Jugendliche in 40 Schulen leisteten dort Erste Hilfe. „Nur über eine professionelle Nachwuchsarbeit werden wir auch in Zukunft noch bestehen können“. 

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