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Malteser in Nordrhein-Westfalen

Hoher Besuch vom Malteserorden in der ZUE

Herzlich willkommen in Rees, Herr Graziani!

29.06.2016
Herzlich willkommen in Rees, Herr Graziani!: (vlnr) Josef Theyssen (Malteser Kreisbeauftragter Kleve), Ivo Graziani, Benjamin Kobs (stellvertretender Einrichtungsleiter), Markus Bensmann, Dirk Fahrland (Malteser Diözesankoordinator Flüchtlingshilfe)und Saskia Klose (Einrichtungsleiterin).

Rees. Ivo Graziani vom Malteserorden aus Rom besuchte jetzt die Malteser ZUE (Zentrale Unterbringungseinrichtung) in Rees. Bei seinem Deutschlandbesuch verschaffte sich der Kabinettschef des Großhospitalliers einen Überblick über die Aktivitäten der Malteser in der Flüchtlingshilfe. „Natürlich durfte da ein Besuch in der ZUE in Rees nicht fehlen“, so Markus Bensmann, Leiter der Malteser Fachstelle Flüchtlingshilfe, der Graziani während seines Aufenthaltes begleitete.

Kinderstube, Kleiderkammer, Rezeption, Klassenraum und Fußballraum: In der Reeser Einrichtung gab es viel zu sehen. Dirk Fahrland, diözesaner Koordinator für die Flüchtlingshilfe, führte Graziani durch die gesamte Anlage und erklärte den Tagesablauf: „Unsere Aufgaben umfassen die Unterbringung und Verpflegung der Asylbewerber, die Versorgung mit Dingen des täglichen Bedarfs und Hygieneartikeln, die medizinische Versorgung, Deutschunterricht und vieles mehr.“ Der Kabinettschef nahm sich viel Zeit, um mit den Flüchtlingen und Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen. In der Kinderstube ließ er sich von Malteser Mitarbeiterin Jutta Neuhaus-Goudis zeigen, wie sie spielerisch mit den Kindern Deutsch übt: „Bei diesem Alphabetspiel lese ich einen Begriff vor und die Kinder suchen die richtigen Buchstabensteine heraus. Es ist unglaublich, wie schnell die Kinder lernen“, so die Pädagogin stolz.

 Begeistert zeigte sich Graziani vom Fußballraum des FC Horizont International, ausgestattet mit Bällen, Wimpeln, Trikots und allem, was das Fußballerherz begehrt. In diesem besonderen Fußballclub widmen sich Deutsche und Flüchtlinge zusammen dem Sport. Trainer und Gründer des FC Horizont, Chris Terhart, erklärte, wie es zu diesem Projekt kam: „Ich habe gemerkt, dass immer mehr alleinstehende Männer im ‚fußballerischem Alter‘ nach Rees kamen.“  Da sei er auf die Idee gekommen, einen gemeinsamen Verein ins Leben zu rufen. „Beim Spielen vergessen die jungen Männer für kurze Zeit den Alltag und die Strapazen, die sie während ihrer Flucht auf sich genommen haben.“ Und Einrichtungsleiterin Saskia Klose ergänzte: „Wenn die Mannschaft spielt, dann kommen alle Bewohner unserer Einrichtung. So viele Zuschauer gab’s beim Fußball noch nie in Rees!“

Sichtlich beeindruckt von der Malteser Einrichtung verabschiedete sich Ivo Graziani und dankte dem gesamten Team der ZUE: „Sie leisten hier hervorragende Arbeit, bitte machen Sie so weiter. Ich wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft!“

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