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Malteser in Nordrhein-Westfalen

Jens Spahn im Dialog mit den Maltesern

09.11.2016
Zeigten sich zufrieden mit dem konstruktiven Austausch: (vlnr) Markus Jasper, Stephan von Salm-Hoogstraeten, Douglas Graf von Saurma-Jeltsch, Jens Spahn, Verena Hölken, Johannes Röring, Michael Frenzel und Karsten Baum.

Im Kreishaus in Borken kamen jetzt Vertreter des Malteser Hilfsdienstes mit dem CDU-Politiker Jens Spahn zu einem gemeinsamen Dialog zusammen. Der gebürtige Ahauser ist Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen und folgte einer Einladung des ehrenamtlichen Malteser Kreisbeauftragten Michael Frenzel aus Schöppingen. Spahn traf sich zum Gespräch mit Verena Hölken und Douglas Graf von Saurma-Jeltsch aus dem Geschäftsführenden Vorstand des Malteser Hilfsdienstes aus Köln, Karsten Baum, Bereichsleiter Steuern und Bilanzen in der Malteser Zentrale, sowie Stephan von Salm-Hoogstraeten, Diözesangeschäftsführer der Malteser im Bistum Münster. Auf Seiten der CDU nahmen an dem Treffen außerdem Johannes Röring, CDU-Bundestagsabgeordneter für den Kreis Borken, und CDU-Kreisgeschäftsführer Markus Jasper teil. Verena Hölken dankte den Politikern für die Ermöglichung eines solchen Gesprächstermins. "Wir reden hier über Themen, die die Malteser - vor allem im Ehrenamt - in ganz Deutschland betreffen." Im Mittelpunkt des anschließenden Dialogs standen vor allem steuerrechtliche Aspekte in der Malteser Arbeit. "Es gibt viele Themen und Bereiche, in denen uns mit einer Entbürokratisierung viel geholfen wäre", erklärte Karsten Baum. So gebe es zum Beispiel viele hauptamtliche Mitarbeiter, die sich auch in ihrer Freizeit gerne ehrenamtlich bei den Maltesern engagieren würden, aber auch müssten, um gerade große Sanitätsdienste sicherstellen zu können. "Das ist aber ein Problem", so der Bereichsleiter für Steuern und Finanzen. "Wenn ein hauptamtlicher Malteser Rettungsassistent am Wochenende einen Rettungswagen im Rahmen eines Sanitätsdienstes ehrenamtlich besetzen möchte, ist das sozialversicherungsrechtlich nur in engen Grenzen und mit erheblichen Hürden möglich." Die Stärkung des Ehrenamts durch Bürokratieabbau sorgte für viel Gesprächsstoff bei den CDU-Politikern und Malteser-Vertretern. "Im Ehrenamt müssen immer mehr Formulare geführt werden", beklagte sich Michael Frenzel. "Das Führen von Geschenke-, Bewirtungslisten und vieles mehr können wir im Ehrenamt einfach auf Dauer nicht leisten. Der Verwaltungsaufwand wird immer mehr, und eigentlich wollen wir doch nur Menschen helfen." Wenn die ehrenamtlichen Helfer bei einer Fortbildung gemeinsam essen, müsse zwingend eine Liste als Nachweis geführt werden. Auch im Katastrophenfall. "Ich hoffe, dass das Ehrenamt seinen Stellenwert in unserer Gesellschaft behält und nicht zu sehr bürokratisiert wird", findet auch Verena Hölken. Obwohl die angesprochenen Fragen nicht gänzlich gelöst werden konnten, zeigten sich alle Beteiligten mit dem Treffen sehr zufrieden. "Aus dem Gespräch haben sich viele gemeinsame Schnittstellen ergeben. Ich werde einige Hausaufgaben mit nach Berlin nehmen und ihre Belange im Auge behalten", versprach der Staatssekretär.

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