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Malteser in Nordrhein-Westfalen

Leben ohne Krankenversicherungsschutz in NRW: Malteser weiten medizinische Angebote aus

16.12.2016

Fast 3.000 Behandlungen fanden in diesem Jahr bis Ende November in den vier Malteser-Sprechstunden für Menschen ohne Krankenversicherungsschutz in NRW statt. Nach wie vor am stärksten wird dabei das medizinische Angebot der Malteser in Köln mit 2672 Behandlungen in Anspruch genommen. Gleichbleibend im Vergleich mit dem Vorjahr mit 266 Behandlungen zeigt sich das Bild in Münster. Allerdings stieg hier alleine die Anzahl schwangerer Frauen auf 53. In Siegen und Euskirchen eröffneten die Malteser im zweiten Halbjahr 2016 zwei weitere Sprechstunden.

Mit rund 60 Prozent sei die Zahl der Patienten aus den Ländern Mittel und Osteuropas (unter anderem Rumänien, Bulgarien) sehr hoch. Rund 25 Prozent der Patienten kamen aus Afrika. 78 Patienten hatten keinen geklärten Aufenthaltsstatus. Auch die Zahl deutscher Patienten ohne Krankenversicherungsschutz, die es eigentlich gar nicht geben dürfte, sei seit Jahren konstant und liege bei 10 bis 15 Prozent. Die Erkrankungen der Patienten reichten von Asthma bis Zahnschmerzen. Finanziell stoßen die Malteser mittlerweile an ihre Grenzen. Alle vier Sprechstunden der Malteser finanzieren sich ausschließlich aus Spenden. Alle Ärzte arbeiten ehrenamtlich in den wöchentlichen Sprechstunden. Ein Netzwerk aus niedergelassenen Ärzten, Krankenhäusern, Beratungsstellen der Kirche, der Kommunen und der Caritas trägt mittlerweile diese Arbeit der Malteser mit. Bundesweit gibt es dieses medizinische Angebot der Malteser in 16 Städten.

Weitere Infos/ Spendenkonto: www.malteser-migranten-medizin.de

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