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Malteser in Nordrhein-Westfalen

"Wer sich für die Malteser entscheidet, bekommt mehr."

Jubiläumsausstellung und Parlamentarischer Morgen im Landtag in Düsseldorf

13.06.2018

Der Malteser Hilfsdienst e.V. in NRW feiert seinen 65. Geburtstag und präsentiert sich zum ersten Mal mit einer kleinen Ausstellung im Landtag in Düsseldorf. Zur Eröffnung kamen heute Vormittag außer Landtagsvizepräsidentin Carina Gödecke auch Minister Karl-Josef Laumann in die Bürgerhalle, wo sie auf 50 Repräsentanten der Malteser aus ganz NRW trafen. Malteser-Landesgeschäftsführer Thomas Berding nutzte die Gelegenheit, die Politiker aller im Landtag vertretenen Parteien einzuladen, mit den Maltesern noch stärker als bislang in einen fruchtbaren Dialog zu treten. „Lernen Sie uns kennen! Erfahren Sie, wie wertvoll bürgerschaftliches Engagement und gemeinnützige Dienstleistungen unter dem achtspitzigen Malteser-Kreuz für dieses Land sind. Wer sich für die Malteser entscheidet, bekommt mehr“, betonte Berding. Wer im Rettungsdienst und Katastrophenschutz mit den Maltesern zusammenarbeite, bekäme in der Regel auch Jugendarbeit, Besuchs- und Begleitungsdienste und Breitenausbildung dazu. Das wären viele niedrigschwellige, von Bürgern getragene Angebote, auf die die Gesellschaft heute gar nicht mehr verzichten könne. Berding bezeichnete das Netzwerk aus Haupt- und Ehrenamt als wesentliche Stärke der Malteser. Aktuell gäbe es 208 Standorte des Malteser Hilfsdienstes in NRW mit über 25.000 Ehrenamtlichen und 4.000 Hauptamtlichen, die von 232.000 Fördermitgliedern unterstützt würden. Hinzu kämen rund 5.000 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterer Malteser-Tochtergesellschaften in Krankenhäusern, Einrichtungen der Alten-, Jugend- sowie in der Flüchtlingshilfe. Berding bezeichnete die Malteser als vielseitigen und attraktiven Arbeitgeber, aber auch als starken Partner des Landes nicht nur in der Gefahrenabwehr. Trotz finanziellen Drucks auf die öffentlichen Kassen mahnte er als größte gemeinsame Herausforderungen, die es schnell zu lösen gelte, den Pflegenotstand, die Investitionsförderung in den Krankenhäusern und die Erosion des Bevölkerungsschutzsystems an. Eine große Herausforderung sei der Fachkräftemangel im Rettungsdienst, der alle Hilfsorganisationen beträfe. „Wir Malteser möchten auch in Zukunft eine starke Säule unseres Landes sein und bleiben. Bitte suchen Sie mit uns gemeinsam nach tragfähigen und zukunftsweisenden Lösungen“. „Wie nötig das gute Zusammenspiel zwischen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Strukturen ist, haben wir zuletzt 2015 in der Flüchtlingskrise gesehen“, so Karl-Josef Laumann in seiner Begrüßungsrede. Die Malteser und ihre Partnerhilfsorganisationen wären für den Sozialstaat unverzichtbar und tief in der Bevölkerung verwurzelt. Schließlich bezeichnete Laumann die Arbeit der Malteser als katholische Hilfsorganisation als Stärke der katholischen Kirche, den Glauben sichtbar zu machen. Die Sorgen der Malteser würde er sehen und verstehen. „Wir stehen an Ihrer Seite“. Vizepräsidentin Carina Gödecke dankte den Maltesern mit Detailwissen und Wertschätzung. „Danke für 65 Jahre, in denen Sie Leid gelindert, Gefahren abgewendet, Leben gerettet und Zuwendung gegeben haben. Die Malteser sind ein starkes Stück Nordrhein-Westfalen“.

 Die Ausstellung in der Bürgerhalle des Landtags ist noch bis zum 27. Juni zu sehen. Auf 24 Displays geben die Malteser einen Überblick über ihre Geschichte in Nordrhein-Westfalen und ihre vielfältigen Dienste im Jubiläumsjahr. Historische Einsatz- und Dienstbekleidung sind genauso zu sehen wie historische Einzelexponate in mehreren Vitrinen.

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