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Malteser in Nordrhein-Westfalen

Städteregion Aachen: Malteser überzeugen bei europaweiter Rettungsdienstausschreibung

18.07.2018

Die Malteser im Bistum Aachen freuen sich, dass sie mit ihrem Angebot in einer europa-weiten Ausschreibung der Städteregion überzeugen konnten. Zum 1. Oktober wird die katholische Hilfsorganisation fünf Rettungswachen in der Städteregion Aachen überneh-men. Neben den Lehrrettungswachen Simmerath und Baesweiler sind das die Rettungs-wachen Höfen und Roetgen in der Eifel sowie der zwischen den Krankenhäusern Eschwei-ler und Stolberg wechselnde Notarztstandort. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bislang in den vom DRK betriebenen Rettungswachen beschäftigt sind, können bei den Maltesern eine neue berufliche Heimat finden. Mit dieser Erweiterung der rettungsdienst-lichen Beauftragung der Malteser und unter Berücksichtigung der im vergangenen Jahr hinzugekommenen Rettungsdienststandorte der Malteser im Kreis Euskirchen (Schlei-den/Marmagen), Aachen (Kornelimünster) und der Stadt Krefeld haben die Malteser die rettungsdienstlichen Beauftragungen in der Diözese Aachen mit nunmehr 18 Rettungs-dienststandorten binnen eines Jahres nahezu verdoppelt. Für Diözesangeschäftsführer Wolfgang Heidinger ist diese positive Entwicklung ein starkes Signal und unterstreicht den Anspruch der Malteser, ein professioneller und kompetenter Partner von Kommunen und Kreisen rund um den Rettungsdienst zu sein. Hintergrund: Bereits im vergangenen Jahr war die vorzeitige Neuvergabe des Rettungsdienstes von der Städteregion Aachen auf den Weg gebracht worden. Das bereits weit fortgeschrittene Vergabeverfahren nach der sogenannten Bereichsausnahme wurde wenige Tage vor der geplanten Vertragsunterzeichnung mit den drei örtlichen Hilfsorganisationen durch ein Klageverfahren eines privaten Anbieters gestoppt. Auch wenn alle Beteiligten das Verfah-ren nach wie vor für den richtigen und zukunftsfähigen Weg halten, so war aufgrund des ausstehenden Urteils des Europäischen Gerichtshofes zur Fragestellung der Bereichsaus-nahme nicht mit einer Klärung vor dem Jahr 2019 zu rechnen. Da der Rettungsdienst in der Städteregion Aachen jedoch spätestens zum 01. Januar 2019 aufgrund auslaufender Beauftragungen neu vergeben werden musste, entschied die Politik, den Weg über eine europaweite Ausschreibung unter Berücksichtigung von Qualität und Preis zu gestalten. Auch dieses Verfahren führte zu dem Ergebnis, dass die drei lokalen Hilfsorganisationen nun erneut mit der Wahrnehmung der rettungsdienstlichen Leistungen beauftragt wurden und der Malteser Hilfsdienst ab dem 1. Oktober 2018 rund 50 Prozent des Vergabevolu-mens übernehmen kann. Wolfgang Heidinger, Diözesangeschäftsführer der Malteser im Bistum Aachen, ist sehr zufrieden, sich auch in diesem offenen Bieterverfahren durchge-setzt zu haben. Das Risiko, nicht berücksichtigt zu werden, war aber sehr groß. Die Um-setzung der Bereichsausnahme mit der privilegierten Einbindung der örtlichen Hilfsorga-nisationen, die auch im ehrenamtlichen Katastrophenschutz, im Sanitätsdienst und mit der breiten Palette des sozialen Dienstleistungsangebotes tätig sind, bleibt aber das Ziel. Nur so könne das in Europa einzigartige System des ehren- und hauptamtlich geprägten Bevölkerungsschutzes auf Dauer erhalten werden. Das Gesamtvolumen im Regelrettungsdienst beinhaltet vier Rettungswagen (RTW) und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) im 24-Stunden-Dienst sowie fünf Krankentrans-portwagen (KTW) im Tagesdienst. Darüber hinaus sind an den beiden Kernstandorten noch jeweils ein RTW im Spitzenbedarf und drei RTW im Sonderbedarf mit organisati-onseigenen Fahrzeugen zu stellen - also insgesamt noch einmal acht zusätzliche RTW. Abgerundet wird das Paket durch die Mitwirkung am Dienst des Organisatorischen Lei-ters Rettungsdienst und der Gestellung einer Patientenablage im Bereich Eifel / Mon-schauer Land. Die Malteser kehren so nach 15 Jahren unter anderem in den Rettungs-dienst in der Eifel zurück - dort wo früher ein jahrzehntelanger Schwerpunkt der Malte-ser-Aktivitäten in der Diözese Aachen lag und die Malteser seit der "Lammersdorfer Po-ckenepidemie" in den 1960er Jahren Präsenz gezeigt haben. Nicht nur im Bereich der sozi-alunternehmerischen Dienste versprechen sich die Malteser durch die neuen Wachen eine stärkere Präsenz, sondern auch in anderen Diensten und vor allem für den Ausbau des Ehrenamtes erwarten die Malteser deutliche Synergieeffekte, die letzten Endes den Menschen der Städteregion zugute kommen.

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