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Malteser in Nordrhein-Westfalen

Rettungsdienst: Qualität rettet Leben/ Neues Zertifikat für 2.200 Rettungskräfte

04.10.2018

Qualität rettet eben doch Leben. Die Malteser sind der einzige deutschlandweit zertifizierte Rettungsdienst. Und dessen Qualität hat die DQS, eine der renommiertesten Zertifizierungsgesellschaften, nun im Rahmen einer Zertifizierungsprüfung nach DIN ISO erneut bestätigt. „Unsere 95 Wachen in Nordrhein-Westfalen, aus denen jährlich rund 300.000 Einsätze für die Notfallrettung und den Krankentransport erfolgen, erfüllen alle neuesten Ansprüche“, freut sich Jan-Christoph Czichy, Leiter Rettungsdienst und Notfallvorsorge der Malteser in NRW. „Die neue Qualitätsnorm war ein willkommener Anlass, um für unsere Patienten und unsere Beschäftigten alles noch einmal zu hinterfragen, obwohl wir schon 20 Jahre ein ausgeklügeltes Qualitätsmanagement haben. Noch besser, noch sicherer - das waren und sind unsere Antreiber.“ In einem zweijährigen Prozess hat sich die Hilfsorganisation auf die neuen Vorgaben umgestellt. Die Hälfte der 127 Dokumente des Handbuchs wurde völlig überarbeitet. Im Audit mussten die Malteser jüngst beweisen, dass ihre 2.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Fahrzeuge und Ausstattung die hohen Qualitätsnormen erfüllen können. De Malteser halten bundesweit von Aachen bis Dresden und Flensburg bis Konstanz das Qualitätsmanagement freiwillig ein. „Wir tun mehr, als die Gesetze von uns verlangen und wollen zum Schutz unserer Patienten und zur Sicherheit für unsere Beschäftigten mehr erreichen“, unterstreicht Czichy. Insbesondere geht es darum, die Risiken in der Notfallrettung und im Krankentransport zu erkennen und sie zu minimieren. „Eine praktische Frage für uns lautete: Wie stellen wir sicher, dass bei einem nächtlichen Rettungseinsatz bei starkem Regenfall an einer Unfallstelle das richtige Medikament aus der Schublade gezogen wird, um den Patienten in lebensbedrohlicher Lage schnellstmöglich und adäquat zu versorgen? – Antwort: „Das Medikament befindet sich immer in derselben Schublade, es wird immer dieselbe Farbmarkierung am Medikament sein, bestimmte Medikamente befinden sich immer in einer bestimmten Form von Ampulle und es schauen immer mindestens vier Augen auf das Präparat, bevor es injiziert wird,“ so Czichy. Bereits seit 1998 arbeiten die Malteser mit einem systematischen Qualitätsmanagement im Rettungsdienst und wurden seitdem regelmäßig bundesweit zertifiziert. Neu an der DIN ISO 9001:2015 ist unter anderem ihre Konzentration auf Risiko basiertem Denken und der Betonung der Verantwortung der Unternehmensleitung. Es bleibt also nicht der einzelnen Rettungswache überlassen, wie sie zum Beispiel dafür sorgt, dass nach jedem Einsatz die Fahrzeuge desinfiziert und gereinigt werden. Es ist vielmehr Aufgabe der Geschäftsleitung, die Mitarbeiter in die Lage zu versetzen, die Standards zu erreichen. Mittels Checklisten, wie sie auch Piloten im Flugzeug durcharbeiten, kann jeder Mitarbeiter sicher sein, alles bedacht und richtig gemacht zu haben. Außerdem gehören verpflichtende Fortbildungen zum Repertoire der Rettungskräfte. „Unsere bereits gut ausgebildeten Kräfte müssen jedes Jahr zusätzlich mindestens 30 Stunden Fortbildung betreiben - natürlich innerhalb der Arbeitszeit und auf Kosten des Malteser Hilfsdienstes. So sind zum Beispiel alle unsere Mitarbeiter darauf vorbereitet, mit demenziell erkrankten Patienten oder Angehörigen richtig umzugehen“. Insofern schaffen und entwickeln die Malteser Standards und sorgen dafür, dass immer die bestmögliche Leistung bei den Patienten ankommt. …weil Nähe zählt!

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