Düsseldorf. Am heutigen 14. Januar 2026 trafen Vertreter der verschiedenen Hilfsorganisationen aufgrund einer Einladung von NRW-Schul- und Bildungsministerin Dorothee Feller im Ministerium für Kultur und Wissenschaft aufeinander. Grund: Es tagte die erste Sitzung der Fachgruppe der Kooperationspartner zur Unterstützung der verpflichtenden Ausbildung in Laienreanimation ab Klasse 7. In das Thema kommt jetzt erneut Bewegung, nachdem seit Monaten vor allem die praktische Umsetzung kontrovers diskutiert worden war. Erst im Juli des vergangenen Jahres hatte die nordrhein-westfälische Ministerin Feller in einer Sitzung des Arbeitskreises Reanimation dafür sensibilisiert, dass es ein großer Kraftakt sei, im größten Bundesland flächendeckend und verpflichtend die Ausbildung in Laienreanimation zu etablieren.
Kooperationsvereinbarung vom Juli 2025
Am 7. Juli 2025 wurde daher von verschiedenen Partnern bereits eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die den Reanimationsunterricht an weiterführenden Schulen für alle Schüler der Sekundarstufe I (Klassen 7,8 und 9) ab dem Schuljahr 2026/27 verpflichtend macht. Mindestens eine Schulungseinheit von 90 Minuten pro Schüler soll dabei gewährleistet werden, um das Leben-rettende Prinzip vom “Prüfen-Rufen-Drücken“ anschaulich zu vermitteln und auf diese Weise bereits Jugendliche im Ernstfall handlungsfähig zu machen. Bei der heutigen Sitzung soll sowohl noch weiteren als auch potenziellen neuen Partnerinnen und Partnern die Möglichkeit geboten werden, sich an der Kooperationsvereinbarung zu beteiligen.
Malteser unterzeichnen Vereinbarung
Auch Malteser NRW Landes- und Regionalgeschäftsführerin, Dr. Sophie von Preysing, war daher gemeinsam mit Erste-Hilfe-Ausbildungsleiterin Jutta Palm (Malteser NRW) der Einladung des Schul- und Bildungsministeriums gefolgt, um die Kooperationsvereinbarung zu unterzeichnen. "Ich halte Laienreanimation für so wichtig, weil sie zum Einfachsten und gleichzeitig Wirksamsten zählt, was Menschen füreinander tun können: nicht wegschauen, sondern handeln. Die Kooperationsvereinbarung mit dem Bildungs- und Schulministerium und Frau Feller ist deshalb für mich bedeutsam. Wenn Reanimationsunterricht ab der 7. Klasse verpflichtend wird, machen wir helfen zur Selbstverständlichkeit. Das begeistert mich“, sagt die NRW-Landeschefin der Malteser. Bezüglich der Umsetzung hatte die Hilfsorganisation den Fokus schon frühzeitig auf den Bereich Schulsanitätsdienst gerichtet. Wie der geplante Landeserlass, der dann im kommenden Schuljahr ergehen soll, konkret aussehen wird, bleibt noch abzuwarten. In jedem Fall wurde heute verdeutlicht, dass die verschiedenen Organisationen Hand in Hand zusammenwirken, um das Ziel, Jugendliche ab Klasse 7 zu befähigen, Leben zu retten, zu erreichen.