Hochwasser: Malteser unterstützen langfristig durch Trauma-Aufarbeitung und Aufbau-Beratung

Ingo Radtke, Bundesbeauftragter und Fluthilfekoordinator der Malteser Fluthilfe (Foto: Malteser)

Köln. Knapp einen Monat nach der Flutkatastrophe bereiten die Malteser finanzielle Soforthilfen in Höhe von insgesamt 7 Millionen Euro vor. „NRW und Rheinland-Pfalz werden jeweils 3 Millionen Euro als Soforthilfen zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden 1 Millionen Euro für Bedürfnisse vor Ort aufgewendet wie Stromaggregate, Bautrockner, Baustrahler, Hochdruckreiniger, Werkzeug und Erste-Hilfe-Material – das was die Menschen unmittelbar benötigen“, so der Koordinator der Fluthilfe bei den Maltesern, Ingo Radtke. Die Soforthilfe wird als Starthilfe gewährt, um Privathaushalten bei akuten Notlagen wie der Zerstörung von Hab und Gut eine erste finanzielle Überbrückung zu ermöglichen. Dazu werden die Menschen zu einem Gespräch eingeladen, sie füllen ein kurzes Formular mit Daten zu Familie und Bankverbindung aus und versichern, dass ihr durch die Flut erlittener Schaden bei mehr als 5000 Euro liegt. 

„Malteser Fluthilfe 2021“:  Materielle, soziale und psychosoziale Hilfen

Für die Verteilung von unmittelbar benötigten Gütern, die die Malteser in der ersten Phase der Soforthilfe begonnen haben, schicken sie auch weiterhin Erkundungstrupps in die am meisten betroffenen Gebiete. So können sie in Absprache mit den Behörden und den Menschen vor Ort die jeweiligen spezifischen Bedarfe und notwendige Priorisierungen feststellen, erklärt Radtke. „Unsere Schwerpunkte liegen dabei derzeit im Ahrtal, in den besonders hart getroffenen Räumen Bad-Münstereifel-Euskirchen und den Gemeinden Erftstadt, Weilerswist und Rheinbach, aber auch im Raum Schleiden-Gemünd sowie Stolberg.“ 

Mit der „Malteser Fluthilfe 2021“ haben die Malteser ein Programm gestartet, das die Betroffenen vor Ort mit dem Nötigsten unterstützt. Die Spendengelder sollen den Wiederaufbau mitfinanzieren und den Menschen neben materiellen Hilfen auch Unterstützung bei der Verarbeitung der erschreckenden Erlebnisse anbieten. So bauen die Malteser unter anderem eine Beratungs- und Koordinierungsstelle zur niedrigschwelligen Beratung zu Anträgen sowie zur psychosozialen Notfallversorgung auf. „Jetzt ist die Phase der Problemlösung angesagt“, so Radtke weiter. „Wir helfen, den Schrecken aufzuarbeiten, und wir helfen dabei, Anträge zu stellen zum Ausgleich des materiellen Verlustes, der durch die Flutschäden entstanden ist. Das wird viel Zeit in Anspruch nehmen, wir müssen uns eher auf einen Marathonlauf als auf einen Sprint einstellen.“ 

Die Malteser sind Mitglied der „Aktion Deutschland Hilft“ und rufen dringend zu Spenden für die betroffenen Menschen auf:


Malteser Hilfsdienst e.V. 
IBAN: DE 1037 0601 2012 0120 0012 
S.W.I.F.T.: GENODED 1PA7
Stichwort: „Nothilfe in Deutschland“
Oder online: www.malteser.de

Aktion Deutschland Hilft e.V.
Konto IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30
Stichwort: „Hochwasser Deutschland“
www.aktion-deutschland-hilft.de