Köln. Wenn SAT.1 am Dienstag, 13.1.2026, um 17.00 Uhr wieder sein Erfolgsformat NOTRUF ausstrahlt, hat der Sender eine ganz besondere Folge im Gepäck. Thematisiert wird neben verschiedenen anderen Fällen nämlich auch ein Ereignis, bei dem Malteser NRW-Rettungsdienstleiter Ralf Bischoni und Notfallsanitäter-Kollege Till Pütz von der Malteser Rettungswache Simmerath nochmal an einen außergewöhnlichen Einsatz aus dem Jahre 2024 erinnern. Ausgerechnet dieser dürfte wohl jedem Beteiligten ein Leben lang im Gedächtnis bleiben. In dem von Moderatorin Bärbel Schäfer präsentierten Fernsehformat werden regelmäßig nachgestellte Szenen von echten Rettungseinsätzen gezeigt, bei denen Rettungs- und Notfallsanitäter kommentieren, wie und aus welchen Gründen sie in der konkreten Situation in spezieller Manier handeln mussten. Bei ihrer Recherche nach besonderen rettungsdienstlichen Einsätzen war die Fernsehproduktionsfirma filmpool entertainment vor einigen Monaten an die Malteser herangetreten.
Von Eisenstange aufgespießt
Bei der Kollision eines mit zwei jungen Männern besetzten Personenkraftwagens mit einem Eisengeländer nahe einer Eifel-Ortschaft, in einer Sommernacht letzten Jahres, verunfallte das Fahrzeug dermaßen unglücklich, dass sich beim Aufprall eine Stange des Geländers durch den Brustkorb des 19-jährigen Beifahrers bohrte und dieser somit regelrecht aufgespießt wurde. Malteser NRW-Rettungsdienstleiter Ralf Bischoni war seinerzeit über das THW alarmiert worden, während er gerade parallel als Organisatorischer Leiter Rettungsdienst bei größeren Lagen für die Städteregion Aachen Dienst hatte. Vor Ort bat die Feuerwehreinsatzleiterin den langjährigen Malteser-Retter an der Unfallstelle den Einsatzabschnitt medizinische Rettung zu leiten. Kollege Till Pütz von der Rettungswache Simmerath war als Transportführer des RTW angerückt und hatte den Schwerverletzten später ins Uniklinikum gebracht. Nachdem die Fernsehproduktionsfirma den Fall gerne filmisch nachempfinden wollte, hatten beide Malteser jetzt Gelegenheit, ihre gemachten Erfahrungen im Rahmen eines mehrstündigen Interviews detailliert zu rekapitulieren.
Derartige Verletzung noch nie zuvor gesehen
„Wir haben uns beim Team von filmpool, das uns sehr liebenswürdig empfangen und umsorgt hat, sehr wohlgefühlt und haben Fragestellungen zu strukturellen, taktischen, technischen und natürlich medizinischen Belangen beantwortet. Interessant war aber auch, dass wir an einigen Stellen auch anderes gefragt wurden“, erinnert sich Ralf Bischoni noch genau. So hätten sie beispielsweise vor der Kamera berichtet, dass sie alle eine solche Verletzung noch nie zuvor gesehen hätten. „Vergleichbare Pfählungsverletzungen, dergestalt, dass ein Mensch nach einer Pfählung durch den Thorax noch lebte, gab es im Rahmen unserer bisher gemachten Erfahrungen bislang nicht“, konstatiert der Rettungsdienstleiter der nordrhein-westfälischen Malteser. Was ihm jedoch neben der Tatsache, dass bei diesem Einsatz glücklicherweise vermocht wurde, das Leben des jungen Mannes zu retten, vor der Kamera besonders erwähnenswert erschien, sei der Umstand gewesen, dass die Zusammenarbeit aller Kräfte aus Ehren- und Hauptamt der unterschiedlichen beteiligten Organisationen, wie Feuerwehr, THW, Malteser Rettungsdienst der Städte Region Aachen, Rettungsdienst des Kreises Düren (RDKD), Notfallseelsorge und Polizei Hand in Hand einen wichtigen Beitrag dazu geleistet hätten, dass der schwerstverletzte Patient überlebt habe und seit nunmehr einem Jahr seiner angestrebten Berufsausbildung nachgehen kann.