Malteser stellen nicht das Sterben, sondern Leben in den Mittelpunkt

Foto Lena Kirchner: Um mehr betroffene Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien unterstützen zu können, suchen die Malteser weitere Ehrenamtliche im Hospizbegleitdienst

Köln/NRW. Zum Tag der Kinder- und Jugendhospizarbeit am 10. Februar rufen die Malteser NRW zum einen dazu auf, Familien mit schwer erkrankten Kindern mit persönlichem Engagement zu unterstützen. Zum anderen will die Hilfsorganisation an diesem besonderen Tag aber auch einfach einmal danke sagen.

„Sowohl Familien und Angehörige, die ihre Kinder- und Jugendlichen 365 Tage im Jahr rund um die Uhr versorgen und sich sämtlichen Herausforderungen stellen, sollten Wertschätzung erfahren. Ebenso aber auch die Malteser Hospizdienste für Kinder und Jugendliche, die mit dem Einsatz haupt- und ehrenamtlicher Mitarbeitender einen wichtigen Beitrag leisten“, sagt Malteser NRW Referentin Conny Kehrbaum von der Fachstelle Hospizarbeit Palliativversorgung & Trauerbegleitung (HoPaTra).

 

Beraten, begleiten, entlasten

 

Ehrenamtlich Mitarbeitende in den Hospizdiensten beraten, begleiten und entlasten im Alltag. Hiervon profitiere nicht nur das erkrankte Kind, sondern ebenso Eltern, Großeltern und Geschwister, erläutert Conny Kehrbaum. „Speziell geschulte Hospizbegleiterinnen und Begleiter haben nicht nur ein offenes Ohr für die unterschiedlichen Sorgen, Nöte und Ängste, sondern schenken gleichzeitig Unterstützung, Zeit und Nähe und stellen vor allem nicht die Erkrankung und das mögliche Sterben, sondern das Leben in den Mittelpunkt“, weiß Kehrbaum.

 

Hohe Nachfrage nach Hospizbegleiterinnen und Begleitern

 

Nachdem die Nachfrage nach Begleiterinnen und Begleitern für Kinder und Jugendliche mit aufgrund genetischer, angeborener, onkologischer oder neurologischer Erkrankungen verkürzter Lebenserwartung derzeit höher ist als die Anzahl der Ehrenamtlichen, die der Hilfsorganisation zur Verfügung stehen, rufen die Malteser dazu auf, sich in ihren Hospizdiensten ehrenamtlich zu engagieren. Einmal pro Woche zwei Stunden könnten Familien und insbesondere Alleinerziehende schon deutlich entlasten. „Wir freuen uns, wenn sich mehr junge und jung gebliebene Erwachsene für diese Aufgaben eines Begleitenden interessieren, bereiten sie gut auf ihre Aufgabe vor und helfen ihnen jederzeit bei ihren Fragen“, heißt es von Malteser Seite. In Nordrhein-Westfalen verfügen die Malteser über ambulante Kinder- und Jugendhospizdienste in den Diözesen Essen, Köln, Münster und Paderborn. Bundesweit konnte die Hilfsorganisation im vergangenen Jahr mehr als 700 Familien mit erkrankten Kindern begleiten. Mit mehr ehrenamtlichem Engagement könnten noch weitaus mehr betroffene junge Menschen unterstützt werden. Infos unter: https://www.malteser.de/hospizarbeit.html