Köln. Mit den ersten warmen Frühlingstagen beginnt für viele Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer wieder die Zeit, auf zwei Rädern unterwegs zu sein. Der Malteser Hilfsdienst in NRW weist darauf hin, dass gerade zu Beginn der Saison das Unfallrisiko besonders hoch ist. „Nach der Winterpause brauchen alle Verkehrsteilnehmenden – Motorrad- wie auch Autofahrende – erhöhte Aufmerksamkeit“, betonen die Malteser.
Zwar wird ein Großteil der Motorradunfälle durch Autofahrerinnen und Autofahrer verursacht, dennoch überschätzen viele Bikerinnen und Biker zum Start der Saison häufig ihre Fahrpraxis und die Leistungsfähigkeit ihrer Maschine. Der Wiedereinstieg nach mehreren Monaten Pause erfolge oft mit zu viel Tempo und Selbstvertrauen.
Unfälle mit Motorrädern enden selbst mit Schutzkleidung häufig nicht ohne schwere Verletzungen. Knochenbrüche und ausgeprägte Hautabschürfungen zählen zu den typischen Unfallfolgen. Die Malteser weisen daher eindringlich darauf hin, dass das Tragen vollständiger Schutzkleidung unverzichtbar ist – dazu gehören Lederkombination, Protektoren, feste Stiefel und Handschuhe. Das gelte ebenso für Mitfahrende. Auf das Tragen eines Helms zu verzichten, sei schlicht unverantwortlich.
Um Verletzten nach einem Verkehrsunfall schnell und richtig helfen zu können, empfehlen die Malteser allen Verkehrsteilnehmenden, ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig – spätestens alle zwei Jahre – aufzufrischen. Dazu zählt auch der sichere Umgang mit der Helmabnahme: Ist ein verunglückter Motorradfahrer bewusstlos, muss der Helm abgenommen werden, um die Atmung prüfen und gegebenenfalls lebensrettende Maßnahmen einleiten zu können. Entsprechende Einführungs- und Auffrischungskurse bieten die Hilfsorganisationen landesweit an.
Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung für Erste-Hilfe-Kurse der Malteser finden Interessierte im Internet unter www.malteser-kurse.de.