Köln. Auch, wenn in den USA am 17. Januar der “Wirf -Deine-Jahresvorsätze-über-Bord“-Tag zelebriert wird, dürften all diejenigen, die sich hinsichtlich ihrer gefassten Entschlüsse treu bleiben und beispielsweise mehr Sport treiben möchten, hierüber wohl freuen: Wer bisher glaubte, ein Erste-Hilfe-Kurs richte sich vor allem an Fahr-Anfänger oder Menschen mit entsprechender Verantwortung in Betrieben, hat womöglich noch nichts vom Angebot der Malteser im Hinblick auf Sportunfälle gehört. Die Hilfsorganisation bietet besondere Kurse an, damit sich Sportler bei Verletzungen auch gegenseitig passgenau helfen können. Jan-Philip Klahr ist Erste-Hilfe-Ausbildungsleiter bei den Maltesern in Leverkusen und erklärt die Wichtigkeit der besonderen Offerte. “ Jegliche körperliche Anstrengung, die mit einem Mal durch eine Schädigung oder Wunde mittels äußerer Gewalteinwirkung unterbrochen wird, ist eine Sportverletzung. Hier schnell Hilfsmaßnahmen anwenden zu können, ist von großer Wichtigkeit“, weiß er.
Nach Beinpressen nur langsam erheben
Wer beispielsweise im Fitnessstudio trainiere, müsse bei der sogenannten Beinpresse, bei der man liegend in Wiederholungen ein Gewicht mit den Beinen von sich wegdrücke, unbedingt darauf achten, nach der Übung nicht allzu schnell wieder aufzustehen. Ansonsten laufe man Gefahr, dass das Blut absacke und könne einen Kreislaufkollaps erleiden.
Spezifische Tipps für jeweilige Verletzungen
Auch beim Fußball kommt es immer wieder zu Verletzungen der Bänder und Sprunggelenke z. B. durch Umknicken weiß der Experte. Ebenso das Thema Beckenfraktur, die man sich leicht beim Reitsport zuziehen kann, behandeln die Malteser in ihren speziellen Erste-Hilfe-Kursen. So wird unter anderem veranschaulicht, wie sich der Beckenbruch nach einem Reitunfall erkennen und vor allem, welche Maßnahmen man als Ersthelfer in diesem Fall treffen kann.
Kurse auf jeweilige Sportart zugeschnitten
„Auch rund ums Thema Fahrradunfall zeigen wir, wie eine Kopfverletzung aussieht und was man tun kann“, sagt Jan-Philip Klahr. Die Kurse werden dabei immer individuell an die spezifische Sportart angepasst. So müsse man einem Ruderverein beispielsweise nichts zum Thema Hängetrauma, bei dem unbedingt darauf zu achten sei, den Druck langsam zu lösen und den Patienten zunächst in einem 90-Grad Winkel sitzen zu lassen, um keinen Herzstillstand auslösen, indem sich die Person flach hin- und die Beine hochlege, erläutern. Für den Kletterverein sei dies dagegen von Bedeutung. Dafür benötige ein Kletterer aber keine Kenntnisse über Maßnahmen bei Beinahe-Ertrinken.
Eselsbrücke PECH
Merken solle man sich für jedwede Sportverletzung aber grundsätzlich unbedingt die sogenannte PECH-Regel: Pause einlegen, Eis kühlen, Compression (Druckverband anlegen) und Hochlagern! Wer jedoch sichergehen will, die richtigen Tipps und Kniffe bei Unfallverletzungen in seiner Sportart zu kennen, sollte einen Kurs belegen. Einfach konkretes Anliegen an die Malteser richten. Infos unter: malteser-kurse.de