Köln/NRW. Wenn ab Donnerstag wieder die tollen Tage starten, und sich das närrische Volk in den Karnevalshochburgen trifft, um die fünfte Jahreszeit zu zelebrieren, sind Tipps, wie wettertaugliche Kostüme und festes Schuhwerk, ausreichende Wasserzufuhr und abgespeicherte Notrufnummern, wie die 112, längst bekannt. Damit das bunte Treiben jedoch auch darüber hinaus für alle ein positives und vor allem sicheres Erlebnis wird, haben die Malteser wichtige Ratschläge zusammengefasst, um gut durch den Straßenkarneval zu kommen. Ralf Bischoni, Leiter Rettungsdienst bei den Maltesern in NRW, möchte besonders dafür sensibilisieren, dass Karneval eine Hochphase für den Einsatz von K.O.-Tropfen ist.
Substanzen meist farb- und geruchslos
Das dichte Gedränge und der Alkoholkonsum begünstigen Täter. Entsprechende Substanzen sind meist farb- und geruchlos, daher ist Prävention entscheidend, weiß der Rettungsdienstleiter. Wichtigste Regel insoweit: Sein Getränk niemals unbeaufsichtigt lassen! Ralf Bischoni empfiehlt, das eigene Trinkgefäß immer bei sich zu halten oder es von einer vertrauenswürdigen Person bewachen zu lassen. Auch ein Bierdeckel auf dem Glas kann hilfreich sei, bietet jedoch keinen verlässlichen Schutz. Besser sind professionelle Überzieher, die Becher sicher verschließen.
Zubereitung und Einschenken genau beobachten
Von Fremden sollte man keine offenen Getränke annehmen, wenn man bei Zubereitung oder dem Einschenken nicht dabei war. Testarmbänder können hilfreich sein, weisen jedoch oftmals nur eine einzige Substanz nach und bieten damit keinen hundertprozentigen Schutz. Daher empfiehlt sich gemäß des „Buddy-Systems“ in einer vertrauten Gruppe zu feiern, in der man gegenseitig aufeinander achtet. Partys sollten idealerweise auch nur gemeinsam verlassen werden. Zu beachten sei in jedem Fall, dass die Wirkung von K.O.-Tropfen oft nach 20 bis 25 Minuten eintrete.
Plötzlicher Schwindel und “Watte im Kopf“
„Typische Anzeichen sind plötzlicher Schwindel und Übelkeit, die nicht zum bisherigen Alkoholkonsum passen“, weiß der Rettungsdienstleiter. Außerdem stellten sich ein Gefühl von Watte im Kopf, plötzlicher Benommenheit sowie Enthemmung, motorische Störungen oder ein plötzlicher Rausch ein. Im Verdachtsfall sollte die betreffende Person niemals unbeaufsichtigt gelassen werden. Tritt Bewusstlosigkeit ein, muss der Betroffene in die Seitenlage gebracht sowie dafür gesorgt werden, dass mögliches Erbrochene nach außen abläuft und nicht verschluckt wird oder in die Atemwege gelangt. In jedem Fall ist der Sanitätsdienst oder alternativ der Rettungsdienst und gegebenenfalls die Polizei und etwaiges Security-Personal zu verständigen. Wer jedoch gut auf sich und andere achtet, sollte den Straßenkarneval genauso fröhlich und sicher genießen genießen können, wie er gedacht ist.